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US-Kampf gegen Influenza: Yes we can?

Berlin (13.2.2009, mMv). „Dauernd von den Medien
verbreitete Angst ist die Basis des Konsums“, stellte das
Schreckgespenst aller US-Mittelstands-Väter, der Journalist
und Rocksänger Marilyn Manson
, in dem Oscar-gekrönten
Dokumentarfilm „Bowling for Columbine“ fest (2002). Im
Rahmen des vom neuen US-Präsidenten Barack Obama

(„Yes we can“) vorgeschlagenen Wirtschaftsförderpro-
gramms sind Ausgaben in Höhe von 870 Millionen US-Dollar (664 Mio Euro)
vorgesehen, um die US-amerikanische Abwehrkraft gegen die bioterroristischen
Gefahren einer Grippe-Pandemie zu stärken. Bei den bisherigen Diskussionen im
Kongress der Vereinigten Staaten wurde deutlich, dass mit dieser erstaunlich hohen
Mittelzuweisung vor allem Maßnahmen im Kampf gegen weltweite Vogelgrippe-
Seuchen geplant sind.

Bio-Terrorismus: Jetzt auch globaler Abwehrkampf

Kaum lag das Programm („American Recovery and Reinvestment Act of 2009“, zweideutig von den
US-Medien auch „stimulus package“ genannt) vor, gab es Kritik an den Ausgaben zur
Grippebekämpfung. Die US-Senatorin Susan M. Collins (Rep) forderte beispielsweise am 3. Februar
2009, wie Associated Press meldete, die avisierten 870 Mio. US$ komplett zu streichen. Als führendes
Mitglied des US-Heimatschutzministeriums ist sie jedoch nicht ganz uneigennützig. Bisher war die
inländische Abwehr „gefühlter“ Bedrohungen Aufgabe ihres Ministeriums, auch die Beschäftigung mit
dem Bedrohungspotential von Influenza- und Vogelgrippe-Pandemien („Bio-Terrorismus“). So setzt
Collins sich schon seit Jahren dafür ein, die aus ihrer Sicht weitgehend fehlende Reaktionsfähigkeit
der USA bei denkbaren terroristischen Attacken mit Grippe- oder Vogelgrippeviren zu erhöhen. Die
jetzt geplanten Gelder sollen jedoch, so zeigen die bisherigen Verhandlungen im Kongress, nicht an
ihr Ministerium, sondern an eine Behörde des Gesundheitsministeriums fließen, deren Aufgabe die
Abwehr von chemischen, biologischen, Strahlen- oder nuklearen Gefahren ist („The Biomedical
Advanced Research and Development Authority“, BARDA). Mit dieser von Collins und anderen
abgelehnten Umverteilung kann das - innenpolitisch bedeutsame - Schreckenspotential von
Pandemien zwar aufrecht erhalten werden. Es wird jedoch gleichzeitig durch einen militärstrategisch
relevanten Aufgabenkomplex zum weltweiten Infektions-Abwehrkampf erweitert („global
preparedness“). Eine Aufgabe, die das, nur in den USA tätige, Heimatschutzministerium nicht
bewältigen kann.
USA: Influenza-Viren zu 97,4% resistent

Dass 870 Mio US-$ für eine Erkrankung ausgeben werden sollen, deren objektive Bedeutung gegen
Null tendiert (2008: 35 Vogelgrippe-Todesfälle weltweit), ist trotz der Argumente von Collins und
anderen derzeit besonders gut zu begründen. So haben die US-amerikanischen Centers of Disease
Control and Prevention (CDC) in ihrem aktuellen Bulletin am 31. Januar 2009 zur Influenza-Situation
in den USA bekanntgegeben, dass 97,4 Prozent aller dominierenden Influenza-Viren (H1N1) gegen
den weltweit am häufigsten eingesetzten antiviralen Wirkstoff Oseltamivir resistent sind (Tamiflu® von
F. Hoffmann-La Roche Ltd, Schweiz). Damit sind weitaus mehr Viren in kürzester Zeit resistent
geworden als jemals zuvor beobachtet oder von Experten erwartet wurde. Eine ähnlich explosiv
ansteigende Resistenzrate konstatiert das transeuropäische European Influenza Surveillance Scheme
(EISS) auch für viele europäische Länder. Die CDCs informieren derzeit die US-Ärzte über die
katastrophal eingeschränkten Möglichkeiten, gegen Influenza medikamentös vorzugehen und weisen
auf verbleibende Optionen hin. Doch die Wirksamkeit dieser Optionen, vor allem der Influenza-
Schutzimpfung, wird in den USA zunehmend angezweifelt. Zudem schützt diese Impfung nicht vor
dem gefürchteten H5N1-Vogelgrippevirus.
Heilpflanzen gegen Influenzaviren: Yes we can!

Obwohl sich viele, auch neuartige antivirale Konzepte in der Pipeline von Forschungseinrichtungen
und Unternehmen befinden, so erläutert der Virologe Prof. Dr. Stephan Ludwig vom Institut für
Molekulare Virologie der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, gibt es derzeit keine
geeigneten antiviralen Arzneimittel, die sich in der klinischen Erprobung oder gar der
Zulassungsphase befinden. Allerdings gäbe es im Bereich der Medizinprodukte pflanzlichen
Ursprungs prophylaktische Optionen, so die Forschungsarbeiten an seinem Institut sowie dem
Friedrich Löffler-Institut in Tübingen. Der untersuchte Extrakt stammt aus einer speziellen Varietät von
Cistus incanus (Cystus052®). Mit zugelassenen Präparaten aus diesem Zistrosen-Extrakt können
wirksam Infektionen durch Influenzaviren im Bereich von Mundhöhle und Rachenraum blockiert
werden. Der große Charme eines solchen Extrakts aus der naturheilkundlichen Medizin, so Ludwig,
liegt in der Tatsache, dass man wegen des Fehlens von Nebenwirkungen auch prophylaktisch im
Sinne eines ersten Abwehrschilds gegen Infektionen des Respirationstrakts vorgehen kann und zwar
unabhängig von der Art der kausalen Grippe- oder Erkältungsviren.

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Source: http://www.multimedvision.de/pressemitteilungen/200902-US-Kampf-gegen-Influenza-Yes-we-can.pdf

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