Infobrief bisphosphonate

Praxisklinik
Priv. Doz. Dr. med. Dr. med. dent.
J. J. von Lindern
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Mund-Kiefer-Gesichtschirurg
Plastische Operationen, Oralchirurg
[email protected]
Rheinstraße 2, 66113 Saarbrücken
www.mkgchirurg.de
Tel. 0681 9704444 / Fax 0681 9704445
Infobrief 11/2007

Betreuung und Behandlung von Patienten unter Bisphosphonat-Medikation
Aufgrund gehäuft aufgetretener Fälle von Kiefernekrosen im Zusammenhang mit einer
Bishposphonat-Medikation, sowie Anfragen von Zahnärzten, möchten wir Ihnen
diesbezüglich eine kurze Stellungnahme aus Sicht der mund-kiefer-gesichtschirurgischen
Praxis geben.
Bisphosphonate werden seit längerer Zeit sehr erfolgreich bei Tumoren (z. B.
Mammakarzinom, Prostatakarzinom, etc.) mit Knochenmetastasierung eingesetzt.
Gleichzeitig werden Bisphosphonate beim Plasmozytom und anderen Knochentumoren
angewendet. In den o. g. Fällen werden die Bisphosphonate in der Regel als Infusion alle
4 Wochen in hoher Dosierung verabreicht (Zometa®, Aredia®, Bondronat®).
Die zweite Patientengruppe mit Bisphosphonat-Medikation ist die große Zahl (in
Deutschland z. Zt. ca. 780000 Patienten) von überwiegend weiblichen Patienten mit
fortgeschrittener Osteoporose bzw. Patienten mit sekundär induzierter Osteoporose (z. B.
Cortisonlangzeittherapie). Im Fall der Osteoporose erfolgt in der Regel eine niedriger
dosierte Medikation mit Bisphosphonaten in Tablettenform.
Pharmakologisch beeinflussen die Bisphosphonate den Knochenstoffwechsel positiv,
indem sie die Resorption durch Osteoklasten vermindern. Dies führt zur Stabilisierung des
Knochens bei ossären Metastasen und bringt für die Patienten eine deutliche
Schmerzreduktion. Bei Osteoporosepatienten wird das Fortschreiten der Osteoporose
deutlich verlangsamt.
Im Rahmen der Bisphosphonattherapie werden seit ca. 2003 zunehmend Patienten mit
einer nur schwer therapierbaren Kiefernekrose auffällig. Dabei kommt es entweder nach
Eingriffen in der Mundhöhle (z. B. Zahnextraktionen) oder durch sonstige Eintrittspforten
(z. B. Druckstellen) analog der Osteoradionekrose zur fortschreitenden Kiefernekrosen,
die gleichermaßen den Ober- und Unterkiefer betreffen können.
Obwohl
Bisphosphonattherapie noch nicht abschließend geklärt ist, ergeben sich bei den Patienten Risikofaktoren, welche die Entstehung einer Kiefernekrose begünstigen. Nach bisherigen Studien sind in der Regel Patienten mit onkologischer Vorerkrankung oder Knochenmetastasierung, nach Chemotherapie bzw. Immunsuppression oder Cortisonlangzeittherapie Bisphosphonattherapie von Kiefernekrosen betroffen. Dabei treten die Nekrosen nicht immer im direkten Zusammenhang mit Zahnentfernungen sondern auch spontan ohne ersichtlichen Grund auf. Zum Teil werden sie auch erst sekundär nach vielen Monaten klinisch auffällig. In der Mundhöhle imponieren die Kiefernekrosen entweder als chronische nicht heilende Extraktionsalveolen oder als fortgeschrittene Knochennekrosen mit freiliegenden avitalen Knochenarealen. Radiologisch reicht das Spektrum der Befunde neben einer diffusen Sklerosierung, von definitiven Sequestern bis hin zu unspezifischen Befunden, die auch durch das onkologische Krankheitsbild (Metastasen, Plasmozytom) überlagert werden können. Die Therapie der Kiefernekrosen ist schwierig und aufwändig. In der Regel erfolgt die Revision der Alveole bzw. die großflächige Sequestrotomie mit kompletter Abtragung des avitalen Knochens, histologischem Ausschluss von Rezidiven bzw. Metastasen und anschließender plastischer Deckung. Diese Maßnahmen sollten in chirurgischen Einrichtungen bzw. unter stationären Bedingungen unter adjuvanter Antibiose in enger Abstimmung mit dem behandelnden Onkologen erfolgen. Zur Vorbeugung einer Kiefernekrose bei bevorstehender Bisphosphonattherapie sollte von zahnärztlicher Seite eine eindringliche Aufklärung der Patienten unter Einbeziehung des behandelnden Onkologen erfolgen. In diesem Zusammenhang sollte ebenfalls eine klinische und radiologische (OPG) Überprüfung der Zähnen durchgeführt werden und alle potentiellen Befunde, die als Eintrittsforte für Bakterien in den Knochen dienen könnten, saniert werden. Schleimhautaffektionen durch falschen Prothesensitz sollten ausge-schlossen werden, und die Patienten in ein engmaschiges Recall-System einbezogen werden. Während und nach der Bisphosphonattherapie sollten alle invasiven Maßnahmen (Zahnentferungen etc.) nur durch chirurgische Stellen unter adjuvanter Antibiose und atraumatischem Vorgehen erfolgen. Dabei muss der Nutzen der jeweiligen Maßnahme immer Implantatinsertionen sind in diesem Zusammenhang kontraindiziert. Normale nicht
invasive konservative und prothetische Maßnahmen sowie vorsichtige Zahnreinigungen
können wie gewohnt durchgeführt werden.
Obwohl die überwiegende Zahl der Patienten mit bis dato aufgetretenen Kiefernekrosen
der Risikogruppe der onkologischen Patienten mit hoch dosierter intravenöser
Bisphosphonattherapie zuzurechnen war, sollte aufgrund der langfristigen Präsenz der
Bisphosphonate im Knochen sowie aufgrund von möglichen Summationseffekten auch
die große Gruppe der Osteoporosepatienten mit oraler Bisphosphonattherapie
prophylaktisch mit dem gleichen o. g. Sicherheitsstandard behandelt werden.
Liste der häufig verwendeten Bisphosphonate:

Intravenös verabreichte Bisphosphonate
Oral verordnete Bisphosphonate
(häufig bei Patienten mit malignen
(häufig bei Osteoporose)
Erkrankungen)
Zoledronat (Zometa®)
* nicht zugelassen für Osteoporose, zugelassen für Morbus Paget (Analog Stellungnahme der DGZMK, vollständige Stellungnahme unter www.dgzmk.de oder Link unter www.mkgchirurg.de/infobriefe. J. J. von Lindern)

Source: http://www.mkgchirurg.de/Infobrief_bisphosphonate.pdf

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